Mareile und Marius allein zu Haus – Horror Nacht Numero 1

Vielleicht hat der Eine oder Andere schon die Zusammenfassung unserer Grusel Wusel Nacht auf Instagram gelesen (Achtung: Spoiler Alarm!). Wenn dich aber die ganze Geschichte detailliert interessiert, solltest du jetzt aufmerksam weiterlesen.

Wir hatten unsere bisher beste Mittagspause in Trieste, Italien: Direkt am Meer auf einer Bank im Schatten. Das sind übrigens immer die 3 essentiellen Bestandteilen einer guten Mittagspause: Bank (mit Tisch bevorzugt), Schatten und Wasserquelle.

In Trieste war selbst die Wassertemperatur wirklich perfekt. Wir wollten auch gar nicht weiter, da es nicht nur bollig heiß war, sondern wir wussten, dass es direkt nach Trieste 30 km bis Slowenien nur den Berg hinaufgeht. Da bleibt man dann doch lieber am Beach.

Gegen halb 6 haben wir uns dann doch irgendwann aufgerafft und sind mit großem Sonnenhut losgeradelt. Schnell war klar, dass wir die 30 km niemals mehr schaffen werden. Es gab an den Steilhängen aber auch nirgends eine Möglichkeit sein Zelt aufzuschlagen. Abgesehen davon ging uns das Wasser aus und wir waren moeg (Afrikaans für ‚müde’, bin gerade fleißig am Lernen, aber das ist nochmal eine andere Geschichte).

Letztendlich kam dann doch noch eine Einbuchtung in Form eines Parkplatzes. Uns war beiden sofort klar, dass es dieser Spot für die Nacht wird, egal ob es nun Schatten und Wasser gibt. Vom Parkplatz führte ein kleiner Trampelpfad etwas den Berg hinunter. Und siehe da, eine Aussichtsplattform mit einer geisteskranken Aussicht über ein Tal, auf Trieste und das Meer. Wahnsinn!

Über Maps.Me fanden wir heraus, dass ein paar hundert Meter weiter oben ein Restaurant ist. Die Wasserquelle, und somit die gute Stimmung war also auch gesichert. Der Deal war also: Mareile baut das Zelt auf, solange ich zur Restaurant Oase radle. Natürlich bin ich ohne die schweren Taschen gefahren und dann war man auch ruckzuck den Berg oben. Ohne Taschen zu fahren fühlt sich immer an als hätte man einen extra E-Bike Motor unter dem Hintern. Auf einmal geht alles so einfach.

Wir saßen dann auf der Mauer der Aussichtsplatte mit dem romantischsten Candle Light Dinner das man sich vorstellen kann. Naja, eigentlich war es eher ein Candle Light (Dank Antischnaken Kerze) Vesper. Und da der Essenspackesel (Wer das wohl ist…?) keine extra Kilos den Berg hinauf schleppen wollte fiel es auch etwas sporadisch aus: Brot, Paprika Aufstrich, Thunfisch und Peanutbutter. Trotzdem soooo lekker!

Während dem Essen beobachteten wir ein beeindruckendes Gewitter, das vom Meer über Trieste zog und dann“100%ig vor uns nach rechts abbiegt“, das behauptete Wetterfrosch Marius zumindest. Komischerweise folgte der laute Donner immer schneller nach den mächtigen hellen Blitzen, die sich wie Wurzeln über den Himmel erstreckten. Ab 22 Uhr fing es an zu tröpfeln und war klar, dass wir eine kleine Dusche bekommen werden. Aus kleiner Dusche wurde ein Monsunregen mit Wassertropfen so groß wie Äpfel. Mareile hat sogar ihre Hand in den Regen gehalten um sich zu vergewissern, dass es keine Hagelkörner sind. Wir mussten uns im Zelt anschreien (was wir sonst natürlich nie tun) so laut hat es geprasselt.

Dann kam der Wind. Der Wind, der Wind das himmlische Kind. Auch bis heute macht dieser Satz für mich keinen Sinn, weil er für uns eher das böse Baby aus der Hölle war. Ich dachte wirklich, dass wir bald mit samt dem Zelt eine Runde übers Tal fliegen. Da man keine Heringe im Betonboden befestigen kann, fingen wir an das Überzelt auf jeder Seite durch die Eingänge festzuhalten. Ich schrie dann a la Forest Gump bzw. Lieutenant Dan „Ist das wirklich alles?!“  in der Hoffnung so etwas Humor in die leicht angespannte Situation zu bringen. Die Hosen hatte ich aber auch voll (das darf ich Mareile aber nie sagen, da sie sonst noch mehr Angst hat… so der Deal) und das war nicht das letzte Mal an diesem Abend. Wenigstens konnten wir etwas Strom sparen, da die Blitze unser Zelt dauerhaft erleuchtet haben. Der Schwabe denkt quadratisch, praktisch, gut!

Nach einer langen halben Stunde war der schlimmste Teil aber auch vorbei. Ich hatte mit Nils G. schonmal so eine Nacht im Zelt, nur war es damals ein Sandsturm in der Sahara. Ich wünschte ich hätte in der Nacht mit Mareile auch eine Flasche Vodka gehabt, dann wäre das Ganze etwas entspannter verlaufen.

Um ca. 24 Uhr sind wir dann endlich eingepennt. Um 1 Uhr wache ich aber wieder auf und Mareile sitzt im Zelt und schaut nach draußen „Da ist jemand, Mari!“, flüstert sie. Och nee, nicht schon wieder! In den ersten Wochen hatte sie öfters das Gefühl, jemanden zu hören, aber es war nie jemand zu sehen. Da sie jetzt aber immer gut schläft, entschloss ich mich auch nachzuschauen und tatsächlich war dort jemand, bzw. sogar 2 Gestalten. Na Klasse, best night eveeeeer! Und was tun wir nun? Ich beobachtete die 2 zunächst leise. Der Eine hatte eine ganz dunkle Laterne, der andere nur ein Handylicht. Wahrscheinlich wollten sie nur die Aussicht genießen und ein Bierchen trinken, aber als der eine dann einmal ums Zelt schlich war es doch etwas komisch. Schließlich waren neben unseren Rädern alle Packtaschen draußen. Wir habe nimmer nur eine Tasche mit unseren Pässen und dem Elektrogedöns im Zelt.

Mareile hat in der Zwischenzeit Taschenlampe und Pfefferspray rausgeholt. Im Zelt bzw. vom Zelt heraus zu sprühen, ist sicher keine gute Idee und noch gab es ja auch keinen Grund. Also entschloss ich mich meinen Mann zu stehen und mit der Taschenlampe rauszugehen. Mit einem möglichst lauten und tiefen „Hellloooo?!“ begrüßte ich die zwei Schatten, jedoch wurde ich nicht so herzlich empfangen. Die Zwei sind links vom Weg in die Büsche geflüchtet. Ich blieb dann etwas draußen und habe unsere Räder mit zwei anderen Schlössern zusätzlich abgesichert und alle Packtaschen vors Zelt gelegt. „Die sollen nur nochmal kommen und uns den Schlaf rauben…“, dachte ich mir… nicht. Sondern eher „Oh Gott, was ist, wenn die nochmal kommen, unsere Sachen klauen, uns ermorden und unsere Leichen schänden?!“. Aufgetaucht sind die Zwei leider nicht mehr, doch wir wussten, dass sie noch irgendwo sind. Schließlich stand ihr Auto noch da. Eine maximal beschissene Situation.

Schlafen konnten wir dann natürlich auch nicht mehr so richtig. Ich würde es eher dösen nennen. Zumindest bis ca. 3 Uhr. Dann kam wieder ein Auto. Ist das eigentlich euer ernst?! Dieses Mal war aber gleich klar, dass es nicht die gleichen Gauner sind, sondern irgendwelche laute und betrunkene Jugendliche. Als sie singend und lachend in Richtung Zelt liefen, kamen die klassischen Witze auf italienisch „Policia, Policia!“. Die Party Polizei ist angekommen. Sie haben sich auch nicht weiter an den zwei Schlafenden im Zelt gestört, sondern eiskalt ihr Ding durchgezogen: Singen, lachen, saufen und eine Hip Hop Zigarette nach der anderen rauchen.

Also zog ich mich noch einmal an und entschloss mich dazuzugesellen. Schlafen war bei dem Lautstärkepegel eh keine Option mehr. Die Begrüßung war dieses Mal viel herzlicher und alle fünf waren an unserer Biking Baboons Story interessiert. Ein Bier wurde mir auch gleich in die Hand gedrückt. Eigentlich waren die fünf Slowenen auf dem Weg zu einer Dorfparty, die aber aufgrund eines verrückten Sturmes (siehe oben) wortwörtlich abgeblasen wurde. Irgendwann fing es dann an hell zu werden. Ich trank mein Bierchen aus, verabschiedete mich von den fünfen und war sowas von nicht bereit für einen 30 km Bergaufstieg. 20 Minuten später klopften die Jungs ans Zelt und machten endlich auch die Biege. Viel Schlaf blieb aber nicht übrig. Wenigstens konnte Mareile etwas schlafen, da sie sich bei der Partymeute keine Sorgen mehr machte. Aber bereits 2h später jagte uns die heiße Sonne und volle Blase bereits wieder aus dem Zelt. Ich habe Mareile abends beim Vesper schon gesagt, dass wir diesen Ort so schnell nicht vergessen werden. Da sprach ich eigentlich nur von dem krassen Gewitter, das eigentlich an uns vorbeiziehen sollte. Dass die Nacht aber noch so wild werden würde, hat zu dem Zeitpunkt sicher keiner vermutet. Davon erzählen wir sicher noch unseren Enkeln.

Unsere ersten (fast) 1000 km!

14:47 Uhr 27.06.19 797 km

20 km hinter Cortina, Italien

Es ist eine der heißesten Wochen, die es gefühlt wohl jemals gab in Europa. Wir machen unsere tägliche lange Mittagpause, die eigentlich, aufgrund der Temperaturen, erst für Afrika geplant war. Aber zwischen 13 und 17 Uhr hält man es gerade wirklich nicht auf der Straße aus. Wir haben ein schönes Schattenplätzchen an einem Wald mit Bach gefunden, es gibt also genug Holz um ein kleines Feuer zu machen um Nudeln zu kochen. Was will man(n) mehr?!

Es ist unglaublich aber wir sind tatsächlich schon seit über 3 Wochen unterwegs und mittlerweile schon in Land numero 3: Italia. Für mich fängt es trotzdem erst jetzt an sich wie das Ausland anzufühlen, da bisher überall noch deutsch geplappert wurde und es nicht so richtig wie fremde Länder angefühlt hat. Meine Deutschlandflagge hinten am Rad macht den Ansturm von Gleichsprachlern auch nicht besser: „Sind Se auch deutscher?!“

Aber wenn wir gerade schon dabei sind: Es ist wirklich faszinierend wie wir auf andere Menschen wirken mit unseren vollbepackten Rädern. So viele Leute kommen auf uns zu und möchten wissen wo es hingeht und von woher man kommt. Wie man so eine Reise plant und wie das nun mit dem Job funktioniert. Da kann ein kurzer Halt bei einem Brunnen, um die Wasserflaschen aufzufüllen, schnell zu einem halbstündigen Interview mit den verschiedensten Menschen entwicklen. So muss sich wohl ein Filmstar fühlen. Richtige VIPs!

Die meist gefragteste Frage ist wahrscheinlich wie wir das denn mit dem Aufladen des Elektromotors machen… „Elektromotor…? Ach das, ne ne, das ist unser Pinion Getriebe das uns wartungsfrei bis nach Namibia begleiten wird!“ Die ersten knappen 800 km hält es auch, was es verspricht, genau wie der Rest des Rose Rades. Vielen Dank nochmal an Rose und Pinion für das Sponsoring, wir sind immer noch überglücklich!

Für mich war von Anfang an klar, dass Deutschland, Österreich und die restlichen westeuropäischen Länder relativ unspektakulär werden. Fehlanzeige! Doch bevor wir zu den ganzen Storys kommen, rudern wir mal etwas zurück zu unserem aller ersten Radtag in Richtung Namibia.

Wer uns kennt, weiß, dass es mit der Pünktlichkeit immer nicht so ganz klappt. So ging es uns auch an unserem Abreisetag: Montag 04.06.2019. Da wir am Samstag unsere Abschiedsparty hatten (bei der wir übrigens 317 EUR für die Kiddies von Pro Namibian Children eingesammelt haben – vielen Dank nochmals an alle Freunde und Verwandte!), ging am Sonntag danach nicht so viel – es war Kater- statt Packstimmung angesagt. Aber wir sagten uns, dass das alles nicht so schlimm ist, wir hatten schließlich noch den ganzen Montag, da wir, aus gutem Grund und Selbstkenntnis, keine konkrete Abfahrtszeit festgelegt haben. Natürlich dauerte es dann doch nochmal den kompletten Montag mit der Packerei von unserem Equipment (Probepacken, was ist das denn?) und Verstauerei von unserem übrigen Krempel den wir bei Oma lagern.

GENAU in dem Moment als die Bikes komplett beladen waren (Ca. 17 Uhr) fing es an zu regnen. „Das ist jetzt nicht dein ernst da oben oder?!“ Letztendlich warteten wir noch eine halbe Stunde und mein Vater kam auch schon wieder von der Arbeit. Von ihm hatten wir uns eigentlich auch schon verabschiedet und er hatte uns spaßeshalber Mittags noch geschrieben ob er etwas länger bei der Arbeit bleiben muss bis wir das Chaos der letzten 4 Wochen beseitigt hatten. Hätte er mal machen sollen… „surprise surprise, wir sind noch daaaaaaa!“

Aber dann ging es letztendloch doch noch los! 17:30 Uhr, Namibia wir kommen! Meine kleine Schwester Emma und mein Papa begleiteten uns noch ein Stück, machten ein paar Bilder beim Ortsschild und dann fuhren wir in die große weite Welt hinaus… bis Rottenburg (Nächste Stadt von Wendelsheim und 5 km entfernt)! Dort gab es dann auch noch etwas zu erledigen das wir in den 4 Wochen nicht geschafft haben oder vielleicht auch etwas vor uns hergeschoben haben: Opas Grab besuchen.

Für die, die es nicht wissen: Wir waren 8 Monate backpacken in Südamerika vor unserer Radreise und mein Opa starb solange wir on the road waren. Wir verabschiedeten uns zwar damals schon, wohlwissend, dass man sich nicht mehr sehen wird und hatten auch eine wunderschöne Trauerfeier mit großem Feuer direkt am Strand in Kolumbien. Trotzdem war der Besuch beim Grab wirklich nicht einfach. Ich bin mir aber sicher, dass Opa auf uns aufpasst. Wir haben ihm auch einen ‚Biking Baboons’ Sticker am Grab gelassen, den Oma jetzt sogar aufs Kreuz geklebt hat (das habe ich mich nicht getraut).

Danach waren wir quasi eh schon fast bei dem Grundstück von meinem Patenonkel und sind dort noch ‚schnell’ vorbei um sein riesiges Indianer Tippi zu bestaunen. Und dann wurde es auch schon wieder dunkel. Um 22:30 Uhr sind wir dann als Überraschung nochmal zu meiner Mommy gefahren und müssen zugeben, dass wir auch dort genächtigt haben. Nix wars mit Zelten. Was für ein anstrengender erster Tag! Nach 2 Colaweizen fielen wir dann völlig kaputt um 12 Uhr ins Stockbett. By the way war es auch noch der Welt Fahrradtag, das wussten wir natürlich von Anfang an und hatten es über Monate hinweg geplant… nicht.

Jetzt bin ich mal wieder etwas abgeschweift und das schon an Tag 1, wie soll das nur weitergehen?! Dann lasst mich vorerst ein paar Tage überspringen, die alles andere als langweilig waren, und direkt zu unserem ersten großen Meilenstein springen: Alpen- und Dolomitenüberquerung. WIR HABENS GESCHAFFT, BIIIIITCHES!

Schon bei der Planung der Reise hatten wir 2 große Sorgen: Unsere Popöchen und die Alpen. Nach 3 Wochen kann ich sagen, dass wir mit beidem wirklich sehr gut klarkommen! Zuerst aber zu den Alpen: Wir sind den Brennerpass gefahren und ich will nicht sagen, dass es ein Kinderspiel war, aber ich habe es mir persönlich schlimmer vorgestellt. Wir haben es auch ganz gut getimed, da uns mein Vater 3 Tage am Fuße des Brenners in Matrei besucht hat. So hatten wir nicht nur 3 Tage Pause, sondern konnten auch alles Unnötige, was wir zu viel dabeihatten, mit ihm nach Hause schicken. Klickschuhe und Mokkakocher good bye! Jetzt kann Mareile nicht mehr so einfach mitsamt dem Fahrrad umkippen. Blaue Flecken auf nimmer Wiedersehen! Undnein, mein Dad hat uns nicht hochgefahren, das sind wir alles selbst gestrampelt!

Außerdem muss man sagen, dass das Stück direkt nach Innsbruck bis zum Brenner eigentlich fast schlimmer war, da es wirklich super steil den Berg hochging. Den Brenner selbst waren wir in 1,5 Stunden oben, eine nicht so tolle Strecke direkt an der Straße. Wir hatten aber auch wirklich Glück, da es der letzte kühlere Tag war vor der vorher erwähnten Jahrhunderthitze. Sobald man oben und über der Grenze war, war es der Hammer. Hut ab an die Italiener vor ihren Radwegen (Update: zumindest in Südtirol)! Danach ging es auch erstmal eine halbe Ewigkeit den Berg hinab, wo wir auch endlich wieder ein paar der E-Bike Fahrer überholen konnten überhalb der 25 km/h Motor Unterstützung. Es ist ja wirklich toll, dass die Leute, dank E-Bikes, wieder mehr zum Radfahren und an die frische Luft kommen, aber trotzdem haben wir einen kleinen Hass gegen sie entwickelt wenn sie fröhlich und pfeifend im größten Gang an uns den Berg hochschlendern. Im besten Fall feuern sie einen dann noch an mit einem „Allez, auf geht’s!“.

Zurück zu den Bergen: dann kamen ‚nur’ noch die Dolomiten. Viele fragen sich jetzt „Warum denn noch die Dolomiten? Man könnte doch über Bozen fahren und könnte es quasi nur noch rollen lassen?“ Ganz einfache Antwort: Mareile hat sich die schönere- aber auch viel schwierigere Route ausgesucht. Bequem am PC zu Hause ist das immer so einfach, sich das größere Übel auszusuchen. Das kennt jeder wenn man mal wieder den 50 EUR günstigeren-, aber dafür 7h längeren, Flug auswählt. Anstatt wie beim Flug Geld zu sparen, wurden wir dann aber mit unglaublichen Berglandschaften belohnt. Solche Aussichten haben wir beide seltenst gesehen und würden die Route jedem ans Herz legen. Der Radweg ist meistens auch gut ausgeschildert (und das von München bis Venedig).

Oben angekommen, dachten wir dann aber wieder, dass es so schlimm eigentlich gar nicht war. Es ging halt ETLICHE Kilometer bergauf, dafür aber nicht sehr steil. Und nochmals war die Fahrt nach unten ein Highlight und wir sind sogar auf der Straße gefahren, da es schon relativ spät war und man es auf dem Schotter Radweg nicht so richtig laufen lassen konnte. Unten in Cortina angekommen belohnten wir uns dann mit Vino Blanco, 2 Pizzen und einer Dusche auf dem Campingplatz.

Erst am nächsten Morgen haben wir bemerkt wie zerstört unsere Körper sind und, dass die letzten Tage doch etwas anstrengend waren. Wir haben uns den ganzen Tag kaum bewegt, bzw. kaum bewegen können und mussten noch um einen weiteren Tag am Campingplatz verlängern. Aber es waren auch fast 4000 Höhenmeter und das alles untrainiert. Schließlich ist das Mareiles erstes Fahrrad…

An all die rennradelnden Grammzähler die sich jetzt ins Fäustchen lachen über die paar Bergkilometer: Wir tauschen gerne mal unsere 50kg Panzer (ohne Essen und Trinken) für einen Tag und dann reden wir nochmal 😉

Update 30.06.2019: Mittlerweile sind wir jetzt übrigens schon bei 939 km und nur noch 30 km vor Venedig! Wir haben uns nochmal ein Bed & Breakfast in Treviso gegönnt um:

1. Den Blog fertig zu schreiben und hochzuladen und
2. Eine waschechte italienische Stadt zu sehen, ohne die 3 Milliarden Touris in Venedig. Und wir lieben es! Unbedingt hingehen! Für meine lieben Schwabenfreunde: Pizza Margherita: 5,50 EUR direkt auf dem Marktplatz!

Biking Baboons Interview bei Stadtkind Stuttgart

Ihr kennt Stadtkind Stuttgart noch nicht? Dann wird’s aber höchste Eisenbahn!

„Von 0711 bis fünf Uhr morgens, von Musik und Kunst bis hin zu Mode: Stadtkind Stuttgart ist deine digitale Homebase für spannende Geschichten aus der Stadt. Wir stellen euch coole Köpfe aus dem Kessel vor, entdecken neue Bars und Kneipen, zeigen die schönsten Ecken Stuttgarts.“

Zwei besonders coole Köpfe aus- und mit dem Kessel wurden von Ina Schäfer interviewt. Wer das wirklich gut geschriebene-, mit vielen Bildern gestaltete Interview noch nicht gelesen hat, kann das hier tun.