Mexico, it has been a pleasure!

Hallo meine lieben!

Wenn ich Mareiles Instagram Bildern Glauben schenke, sind wir bereits schon 42 Tage unterwegs! Ich gebe zu, dass ich mich schon früher melden wollte (und auch schon angefangen habe zu schreiben). Aber da haben uns 2 Belgier, namens Dries und Joris, einen Strich durch die Rechnung gezogen. Dazu später mehr.

Der eigentliche Plan war, nach den ersten 30 Tagen unseren Finanzcheck zu machen um zu sehen, ob es geklappt hat nach unserer 10-10-10 Regel zu leben. Die Regel ist sehr simpel: Pro Person pro Tag sind es 10€ Verpflegung, 10€ Übernachtung und 10€ Bespaßung. Das sind dann 1000€ pro Person im Monat.

Da wir aber jetzt bereits am Ende von Tag 42 angekommen sind, wir absolut keine Lust auf irgendwelche komplexen Excellisten haben und dafür meine liebe Ex Kollegin Katalin (Liebe Grüße!) mit ihren ZahlenFEEigkeiten fehlt sind wir nur schnell ins Online Banking gegangen und haben alle Geldabhebungen zusammengezählt. Das Ergebnis spricht für sich: 1934€!!! Wir sind sowas von im Budget!!! Trotzdem darf man sich hier nicht zu früh freuen, da Mexiko eines der günstigeren Länder ist und wir in anderen Ländern höchstwahrscheinlich über der 1000€ Grenze sein werden.

Aber nun zum spaßigen Teil: Wir hatten sehr schöne und ereignisreiche Tage in Mexiko. Ich spreche in der Vergangenheit, da es morgen weiter nach Guatemala geht! Wir sind etwas unserem Plan hinterher und müssen Gas geben wenn wir Nilsi und mittlerweile auch Ali Mitte September in Kolumbien empfangen wollen (und da möchte ich dann schon mit einem Schild am Flughafen stehen – freue mich schon riesig auf euch Nasen!).

Meine persönlichen Highlights waren mit Abstand die Cenoten (Kalksteinhöhlen die eingestürzt sind und mit Frischwasser gefüllt sind). Wir haben zwar nur 7 von den 6000 in Yucatan besucht, aber diese haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Jede einzelne ist einzigartig: Manche komplett dunkel und kalt, andere offen und mit von der Sonne aufgeheiztem Wasser. Manche sind belebt von Fledermäusen und Fischen, andere haben riesengroße Stalagmiten und –titen (hihi). Bei vielen gibt es auch z.T. recht hohe Sprünge, was auch ziemlich Laune macht. Auf meinem Instagram Profil hat der Eine oder Andere vielleicht die 2 Videos gesehen. Wie hoch das war… Keine Ahnung. Schätze um die 300m 😉

Der beste ‚Cenoten Tag’ war mit Abstand der meines Geburtstagsgeschenkes: 2 Tauchgänge in Dos Ojos. Obwohl es hier quasi kaum Fische und Pflanzen gibt, waren diese Tauchgänge im Glasklaren Frischwasser atemberaubend (Und wir hatten ja nur 3000 PSI in der Flasche). Anfangs war es ein recht komisches Gefühl irgendwo einzutauchen wo es erstens stockdunkel ist und man zweitens im Notfall nicht schnell auftauchen kann, da über einem die Decke ist. Da ich es wirklich nicht in Worte fassen kann habe ich hier ein Video für euch.

Bei diesen 2 Tauchgängen haben wir auch unsere 2 Belgier kennengelernt. Und ab da fing eine wilde Woche an. Eigentlich wollten wir mit Ihnen nur von Tulum weiterfahren, da sie einen Mietwagen hatten, jedoch haben wir so gut harmoniert, dass sie immer wieder ihre eigentliche Reiseroute abgeändert haben um sie unserer anzupassen (und der Mietwagen und unsere 2 Taxifahrer waren auch wirklich sehr sehr bequem). Da die 2 nur 3 Wochen Urlaub in Mexiko hatten, war auch jeden Abend Programm angesagt. Es war sogar ein Männerabend in Tulum dabei, da Mareile etwas Magendarm hatte. Wie der aussah, kann sich jeder wohl selbst ausmalen: Apfelsaftschorle und ein paar Salzstängel!

Der Dschungel bei Palenque (El Pachan) stand von Anfang an auf unserer Reiseroute. Hier übernachtet man in sehr simplen Eco Hostel Hütten direkt im Dschungel umgeben von den skurrilsten Pflanzen und wildem Affengeschrei. Dass es sich um Affengeschrei handelt musste uns zuerst der Securityguard erklären, da wir meinten, dass es sich eher wie in Jurassic Park anhörte. Später haben wir dann gelernt, dass die Geräusche für Jurassic Park genau hier aufgenommen worden sind.

Außer den Affen die durch den Wald rasen (ich hoffe jetzt hat jeder einen Ohrwurm) ist dieser Ort bekannt für die Magic Mushrooms. Joris und Dries sagten von Anfang an, dass sie nicht mitkommen können, auch wenn sie es so sehr wollten, da es zu weit von ihrem Flughafen entfernt ist. Wir sind dann noch zusammen von Bacalar nach Chetumal gefahren um dort unseren eigentlichen letzten Abend zu feiern. Long story short: Die 2 haben sich sehr spontan nochmals unentschieden und wir sind gemeinsam in den Dschungel gefahren um unsere ganz eigene Jungle Experience zu erleben. Und genau das haben wir in zwei ziemlich verrückten Tagen. Aber der Rest bleibt unser Geheimnis 😉

Danach trennten sich unsere Wege dann letztendlich leider trotzdem, doch wie man so schön sagt: Man soll aufhören wenn’s am Schönsten ist! Und ich habe den zwei versprochen, dass es nicht das letzte Mal war wo wir uns gesehen haben. Bis nächstes Jahr in Chile oder beim Wasen auf dem Oktoberfest! „The monkeys are coming!“

Unsere Reise ging dann weiter nach San Crisotbal. Eigentlich nur ca. 200km, ging aber ganze 9h, da die Busse einen ‚kleinen’ Umweg fahren um vermeintliche Roadblocks und Busausraube zu umfahren. Hier mussten wir uns erstmal einen Tag von den Belgiern und dem Dschungel erholen. An unserem letzten Tag in Mexiko haben wir noch die Kirche in San Juan besucht. Falls Oma mitliest, sollte sie hier aufhören und stolz sein, dass ihr Enkel im Ausland in der Kirche war.

In Wirklichkeit war es eine Kirche bei der sich der Katholizismus mit dem Maya Glauben über Jahrhunderte vermischt hat. Innendrin durfte man keine Bilder machen und man wusste auch schnell warum: es sah aus wie eine normale Kirche mit Figuren der Heiligen an den Seiten und einem Altar vorne. Was fehlte waren die Kirchenbänke. Stattdessen lag Stroh (warum liegt hier eigentlich Stroh?) auf dem Boden und darauf saßen die Einheimischen und zündeten hunderte von Kerzen an (neben den tausenden von Kerzen die an den Seiten standen). Dazu sprachen sie irgendwelche Gebete, tranken Pox (einen hochprozentigen Schnaps) und immer wieder hörte man das Knacken eines Genicks von einem Huhn, das dann mehrere Minuten um sein Leben kämpfen musste und schließlich geopfert wurde. Das Ganze wurde dann von schockierten und teils weinenden Touristen beobachtet. Ich behaupte nach wie vor, dass die Einheimischen dort irgendetwas ausgedacht haben um den Touris das Geld aus den Taschen zu ziehen. Egal was stimmt, es ist wirklich ein sehr skurriler Ort.

Naja, ich merke es gibt wieder viel zu viel erzählen und muss mich öfters auf meine 5 Buchstaben hinsetzen. Abgesehen davon ist es wieder 22 Uhr, wir fahren morgen 9h nach Guatemala und haben vergessen noch Postkarten zu kaufen (Hatten ja auch keine 4 Wochen Zeit…). Es geht also nochmals ins Städtle. Jiha! Dann kommen WIR heute mal spät Heim und machen Radau, wie die betrunkenen Franzosen letzte Nacht. Payback is a bitch!

Macht’s gut ihr lieben und bis bald!

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