Der Masterplan 2.0

Wenn ich unseren neuen Plan jemand erzähle kommt meistens (wie bereits 2018 beim Masterplan 1.0 als wir unsere Jobs kündigten und unsere ganzes Hab und Gut verkauften) die gleiche Reaktion: „Wie zur Hölle kommt ihr denn jetzt auf die Idee?“

Um ehrlich zu sein gibt es dazu eine ganz einfache Antwort: Wir wollen 2 Dinge:

  1. Wir wollen anders reisen. Nicht mehr angewiesen sein auf die öffentlichen Busse und Taxen wo man von einem Touriplatz zum anderen fährt. Wir wollen freier und flexibler sein. Außerdem werden wir nachhaltiger reisen. Es fehlt nicht nur das nötige Kleingeld um schicke Mopeds zu kaufen, sondern wir möchten uns und unserer Umwelt etwas Gutes tun und unsere eigene Muskelkraft benutzen um von A nach B zu kommen. Kein Benzin oder Kerosin mehr!
  2. Wir wollen helfen. Neben den ganzen wunderschönen Flecken der Erde haben wir auch viel Leid und Elend bei Mensch, Tier und Natur gesehen. Natürlich ist uns auch klar, dass wir damit nicht die Welt retten, jedoch immerhin 120 Waisenkindern in Afrika: Wir freuen uns riesig, dass wir endlich ein spitzenmäßiges Projekt bzw. einen Verein gefunden haben für den wir Spendengelder sammeln. Mehr darüber kannst du hier lesen.

Nur wohin wollen wir? Als wir auf einer 2 Tageswanderung mit einem Pärchen aus der Schweiz (Hola ihr 2!) waren, hat Christine von ihrer einzigartigen Radreise durch Skandinavien erzählt und geschwärmt. Auf der Rückfahrt im Bus meinte Mareile wie von einer Tarantel gestochen:

„Lass uns doch einfach mit dem Fahrrad von Deutschland nach Namibia düsen!“

….

Ich lass das mal kurz sacken, weil genau so habe ich auch erstmal reagiert.

….

„Von Deutschland nach Namibia?! Das sind doch sicher eine Millliooooon Kilometer und du kannst nicht einmal einhändig fahren!“ Aber nach ein paar Minuten grübeln dachte ich mir „warum denn eigentlich nicht?!“ Und die komplette Rückfahrt im Bus bequatschten wir die verrückte Idee und konnten es kaum erwarten im Wifi zu sein um mal nachzuschauen ob das überhaupt möglich ist.

Unser Ergebnis: Siiii, Clarooo! Und es sind auch „nur“ ca. 18.000 km, statt einer Million. Das Auswärtige Amt hat zu den ganzen Ländern zwar nicht die beste Meinung, aber es gibt schon den ein oder anderen Verrückten der die Route gemeistert hat. Natürlich haben wir uns die ungefährlichste Route herausgesucht, keine bange Mama. Abgesehen davon sollte man ja auch nicht zu viel planen denn, Abenteuer sind schließlich das Ergebnis von schlechter Planung 😉

Mehr zu unserer Route kannst du hier lesen. Namibia wir kommen! Im Juni 2019 ging es los! Bis dahin buckelten wir noch fleißig im Skigebiet in Sölden!