Geplante Route

18.000 km mit dem Fahrrad! Entspannte Sonntagnachmittagstour würde ich mal sagen…

Da jeder die Route gleich auf der Weltkarte sehen möchte, habe ich sie hier direkt für euch:

Falls die Map bei dir nicht angezeigt wird, klicke hier.

Wie fährt man denn eigentlich mit dem Fahrrad von Deutschland nach Namibia? Ich weiß nicht warum, aber für mich war sofort klar, dass man über Spanien nach Marokko fährt. Nach einiger Research hat sich aber herausgestellt, dass das eine Einbahnstraße ist, da Marokko nur an Länder grenzt, wo man sich aktuell nicht unbedingt aufhalten möchte. Selbst der Süden von Marokko, wo die Sahara beginnt sollte man meiden. Und ich rede nicht von Taschendieben in den Großstädten, sondern von gezielten Kidnappings von Touristen für Lösegeld. Also vielleicht nicht der beste Ort um abends sein Camp aufzuschlagen und Lagerfeuerlieder zu singen. Wir haben trotzdem nicht aufgegeben und weiter geschaut, da man ja auch diese Länder im Notfall überfliegen könnte. Aber es kamen mehr Probleme hinzu: Immense Visakosten (Über 2.000 EUR für alle Länder) und vorab Visabeantragungen auf den jeweiligen Botschaften, was einen immensen Verwaltungs- und Organisationsaufwand geben würde.

So wurde uns die Entscheidung schnell abgenommen, dass wir über den Osten fahren. Dazu gibt es auch schon einige Blogs von Leuten, die die Route mit dem Auto gefahren sind. Leider sind diese schon etwas älter und wer mal seinen Diercke Weltatlas aufklappt und dazu in den letzten Jahren einmal die Nachrichten angeschaut hat, merkt gleich: Hier liegt Syrien auf dem Weg. Ebenfalls nicht die Holiday Destination Number 1.

Also haben wir unsere eigene Route entworfen, die angepasst ist an aktuelle Situationen in den jeweiligen Ländern. Eigentlich sind es sogar zwei:

Entweder fahren wir bis Griechenland um von dort mit dem Flugzeug nach Ägypten zu fliegen oder wir fahren weiter bis in die Türkei und fliegen dann von dort von Antalya nach Jerusalem oder ebenfalls nach Cairo. Das wird sich dann spontan ergeben je nach Lust, Laune und Jahreszeiten (Temperaturen) in den darauffolgenden Ländern (habe gehört, dass es in der Wüste doch recht warm werden kann…). Natürlich wollten wir es ganz ohne fremden Hilfsmittel schaffen, aber aktuell ist dies wirklich nicht möglich, wenn man nicht komplett Lebensmüde ist.

Du fragst dich wie wir das Ganze herausgefunden und geplant haben? Hier geht ein großes Dankeschön an das Auswärtige Amt. Es hat wirklich zu jedem Land einen ausführlichen Bericht mit aktuellen Hinweisen, Landesspezifischen Sicherheitshinweisen, Allgemeinen Reiseinfos, Einreisebestimmungen für deutsche… also ALLES was das Herz begehrt. Natürlich muss man immer ein wenig filtern, da die Kollegen dort SEHR vorsichtig sind. Als wir die afrikanischen Länder durchgeschaut haben, dachte man manchmal am besten verlässt man das Haus gar nicht mehr. Ist ja überall gefährlich. Aber dazu ist es ja auch da und uns hat es sehr geholfen, man muss nur wissen nach was man schaut. No Gos waren für uns vor allem gezielte Touristenentführungen und –attacken. Kriminalität und Diebstähle gibt es überall in allen Großstädten, die haben wir ignoriert, da wir das von Südamerika bereits nur zu gut kennen. Man muss einfach immer den Radar anhaben und nicht dumm sein, wie ich damals beim Daimler Sicherheitstraining für Südafrika gelernt habe. Simple as that.

Zum Schluss hier noch mein Lieblingssatz vom auswärtigen Amt: „Die Kriminalität in Stadt X und anderen Städten nimmt zu (Einbrüche in Fahrzeuge, Taschendiebstähle), befindet sich aber für afrikanische Verhältnisse auf niedrigem Niveau”. Sprich es ist immer noch sehr hoch, aber hey, für afrikansiche Verhältnisse geht’s echt! Einfach Sensationell 🙂 !