Kinderbuch über Namibia ‚Feuerfreundschaft‘

Nach unserem Interview im Schwäbischen Tagblatt wurde Carmen Strölin aus Stuttgart auf uns und unser Vorhaben aufmerksam. Sie war 2017 mit ihrer Familie in Namibia und war vor der Reise auf der Suche nach geeigneter Literatur über das Land für ihre Kinder. Da sie hier nicht fündig wurde, entschied sie schnurstracks ein Buch selbst zu schreiben (Buchbeschreibung siehe unten).

Geld für sich verdienen möchte sie aber nicht und so entschied sich Carmen Strölin den Gewinn an den Pro Namibian Children e.V. zu spenden. Eine bockstarke Aktion, wir freuen uns riesig!

Das Buch kann entweder direkt über uns bestellt werden (Mail an: blogomotivetravel@gmail.com), über Namibia Favorites oder bei Amazon. Natürlich ist es besser bei uns per Mail zu bestellen, da der meiste Gewinn ansonsten an Amazon geht und nicht an die Kinder vom Waisenhaus. Bei der Bestellung im Kommentarfeld ‚Biking Baboons‘ erwähnen, sodass wir tracken können ob Bücher durch unseren Blog verkauft werden.

Aber von was handelt das Buch genau?

Im Mittelpunkt des Buchs steht die abenteuerliche Reise des dunkelhäutigen Mädchens Naomi durch ihr Heimatland Namibia. Sie hat die wichtige Aufgabe, ein Amulett von einem Ort zum anderen zu bringen, um auf diese Weise ihrer Familie zu helfen. Begleitet wird Naomi von Lara, einem weißen Touristenmädchen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg. Dabei lernen sie sich selbst und die Kulturen, von denen sie abstammen, immer besser kennen. Doch ihre Freundschaft muss so manches Abenteuer überstehen……

Die spannende Geschichte wird durch Interessantes und Wissenswertes zu Namibias Menschen, wilden Tieren und Kulturen ergänzt. Leseniveau: 9 -14 Jahre.

Wir sind im Radio, Biking Baboons on air!

Bei Hitradio Antenne 1 läuft heute (12.03.19) zwei Mal (12 und 16 Uhr) unser Kurzinterview zu unserem Trip. Auch die Online Redaktion hat einen Artikel über uns verfasst. Wenn du ihn lesen möchtest, klicke hier.

Wenn du die 2 Interviews (nochmals) anhören willst findest du sie auf unserem YouTube Channel hier:

Biking Baboons – Interview Hitradio Antenne 1 – part 1
Biking Baboons – Interview Hitradio Antenne 1 – part 2

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Wir sind mittlerweile jetzt schon länger als 7 Monate unterwegs und waren in vielen verschiedenen Ländern unterwegs. Einige bullig heiß, andere arschkalt! Oft fragen uns die Leute wie man denn für solch eine Reise packt und was man denn alles mitnimmt.

Um diese Frage rückblickend für uns zu beantworten: ZU VIEL.

Da wir uns auch informiert haben bevor es losging, konnten wir den Trick eines anderen Backpackers gleich nutzen: Man kaufe von Anfang an einen kleineren Rucksack, dann hat man automatisch gar nicht den Platz um so viel mitzunehmen. Wir dachten, dass wir mit unseren 45l und 52l Rucksäcken so ganz gut unterwegs sind. Es war sicher ein sehr guter Anfang, da wir viele andere Backpacker mit vollen 70l Rucksäcken und mehr sehen (Ich hoffe, dass sie nur mit Styropor gefüllt sind…). Trotzdem war es auch noch für uns zu viel Gepäck.

Das haben wir bereits in den ersten Wochen bemerkt und sind schnurstracks in das nächste Post Office um Wäsche heimzuschicken. Der Preis um ein Paket von Zentralamerika nach Hause zu schicken war definitiv höher als der Preis ein paar KG Klamotten im Rucksack weiter mit sich herumzutragen (100 Euro und mehr). Außerdem kamen Nils und Ali ja bereits nach ein paar Monaten und wir konnten etliches mit ihnen heimschicken. Viel später kamen ja dann noch Markus, Jana und Mareiles Eltern auch da haben wir noch mehr heimschicken können. Danke nochmals dafür meine kleinen Packesel :*

Hier unsere Top 3 der nutzlosesten Dinge die wir mit uns herumgeschleppt haben:

  1. Zwei volle Einwegkameras von unserer Abschiedsparty (Weiß Gott wie die in meinem Rucksack gelandet sind und nie wieder vor der Abreise aufgetaucht sind). Jetzt sind sie jedenfalls bei meiner Mutter. Ich bete täglich, dass sie sie nicht entwickeln lassen hat… Das könnte mindestens einen Herzinfarkt auslösen
  2. Mareiles Epilierer – bei 110 V dreht sich dieser so langsam, dass es mit der Pinzette doppelt so schnell geht
  3. Aufsätze meine Rasierers, den ich gar nicht dabei habe, was dem ein oder anderen vielleicht bei unseren Bildern bereits aufgefallen ist

Wo lag also unser Fehler? Ich bin der Meinung, dass wir sogar zwei Fehler gemacht haben (bei einem stimmt mir Mareile zu):

Fehler Numero 1: Wir haben für sämtliches Wetter gepackt: kalt, warm, nass, trocken. Dabei waren wir in den ersten Monaten nur im Heißen und letztendlich sogar quasi nur in Badehose. Da hätte auch ein kleiner Turnbeutel als Backpack ausgereicht. Die Daunenjacken und Omas Wollsocken haben wir dann erst viel viel später unten im Süden in Patagonien gebraucht. Warum also sinnlos Wäsche mit sich herumschleppen, wenn man dort auch alles kaufen kann? Mein Papa hat immer gesagt: „Wenn man verreist braucht man nur seinen Reisepass und die Kreditkarte, alles andere kann man auch dort kaufen“. Und er hat so recht damit! Stellt euch vor: Die Leute da unten müssen auch irgendwo ihre Warmen Klamotten kaufen 😉

Fehler Numero 2: Warum 5-7 Sachen von allem mitnehmen, wenn man immer nur ein T-Shirt und eine Unterhose anziehen kann? Unterhosen und auch T-Shirts kann man außerdem so schnell unter der Dusche oder mit dem guten Rei aus der Tube waschen. Am nächsten Tag ist es wieder sauber und trocken. Abgesehen davon, muss man auch nicht jeden Tag frische Sachen anziehen. Außerdem hat die Unterhose ja auch 2 Seiten oder? 😉 Wie gesagt Mareile stimmt mir hier nicht so ganz zu und hatte komischerweise auch immer mehr Kilogramm Wäsche wenn wir sie mal bei einer Wäscherei abgegeben haben. Denn ich habe gelernt „Dort wird sie sauberer als wenn ich das mit meinen Drecksgriffeln (nein, das Wort hat Mareile nicht benutzt) mache“.

Notiz an mich: Das nächste Mal reichen auch 2 Unterhosen und T-Shirts. In einem Blog habe ich sogar gelesen, dass das Mädel nur ein Kleidungsstück von allem hat, denn alles andere ist schließlich Luxus. Also stellen wir uns alle mal nicht so an. „We are not here to impress anyone“, hat mir heute morgen eine Kanadierin gesagt, als sie sich dagegen entschied ihre Beine zu rasieren.

Zum Abschluss gibt es noch unsere Top 3, die wir immer wieder mitnehmen würden:

  1. Mein Eiki!!! Für die, die es nicht kennen: Mein braunes, unfassbar weiches Kissen, das mich schon sehr sehr lange überall hinbegleitet. Danke Omi!!! (Es war übrigens auf Mount Potosi bei 6.000 m)
  2. Unsere Schlafsack Inlets von Vaude (Das ist sicher Mareiles Number 1) – Hier handelt es sich um super bequeme und stretchbare Hüttenschlafsäcke, die wir sehr oft benutzten wenn: das Hostel einfach zu ekelhaft-, der Bus zu kalt- oder es zu warm für eine andere Decke ist
  3. Packsäcke – um in das ganze Rucksackchaos etwas Ordnung zu bringen. In einen kommen T-Shirts und Longsleeves, in einen Unterhosen und Socken… Mareile hat mich anfangs noch ausgelacht, als ich sie bestellt habe. „Wie deutsch kann man eigentlich sein???“. Heute dankt sie mir dafür. Man dreht sonst wirklich durch und sucht sich einen Wolf.
  4. MAPS.ME! Ich weiß, dass es eigentlich nur eine Top 3 ist und Maps.Me ist auch nichts was man einpacken kann, aber diese App sollte keinem Reisenden fehlen! Hinzu kommt, dass der Download umsonst ist und sie dir immer sagen kann wo du dich gerade befindest (auch offline!!!). Da es sich um Open Source handelt, sind auch alle Hostels und die kleinsten Wanderwege, Wäschereien und Bars enthalten. Außerdem kann man das Kartenmaterial pro Land herunterladen, hat also nicht nur diese kleinen Ausschnitte wie bei Google offline maps.

jetzt noch schnell zu uns: Wir haben das ewige Wandern, Sightseeing und die Kälte endlich hinter uns gelassen, da die letzten Wochen mit Freunden und Familie doch etwas stressiger (und natürlich auch wunderschön, falls jetzt hier einer von den Erwähnten mitliest) waren. Es ist ja auch einfach was anderes, wenn man nur begrenzt Zeit hat und möglichst viel sehen möchte. Da kann man nicht mal so einfach einen Tag mit Netflix and Chill verbringen (Vorallem wenn man die ganze Zeit krank ist, wie Jana und Markus! :D)

Jetzt sind wir jedenfalls ENDLICH wieder im Warmen am Strand in Mancora Peru. Ein Städtchen direkt am Strand mit super Wellen. Ich bin jetzt auch unter die Surfer gegangen! Tag 1-3 habe ich es einfach nur verflucht und gehasst: Man ist konstant am paddeln, die Arme fallen einem ab und eine Welle kriegt man natürlich eh nicht. Mittlerweile sind wir bei Tag 6 oder 7, ich bin bereits auf ein kleineres Board umgestiegen und die Arme werden so langsam auch fit. Jetzt ist es natürlich wieder die Challenge aufzustehen, aber man will ja auch nicht mit den riesen 2m Teilen für immer surfen. Mareile hat es leider nicht so richtig zu Tag 4 geschafft und verflucht es nach wie vor – was ich auch SEHR GUT nachvollziehen kann. Sie möchte lieber nochmal ihre Kitesurfing Karriere vorantreiben, nur macht der Wind gerade nicht so ganz mit. Im Zelt liegt es sich aber auch ganz gut, also alles tranquillooooo.

Ich war heute morgen schon mit meinem neuen finnischen Surfer Homeboy in den waves und heute Abend bei geht es dann nochmal raus bei High Tide (da bei Low Tide die Steine herausgucken), wobei der Swell schon echt groß ist heute (Um jetzt mal min ganzes cooles Surfer Vokabular hier unterzubringen :D).

Liebe Grüße

Marius

PS: Wir sind hier in der bisher billigsten Unterkunft unserer Reise! 3,50 Euro p.P.! Zwar nur in einem Zelt aber mehr brauchen wir auch nicht! Es ist echt schön hier! Wer es sich bei booking.com mal anschauen möchte um sich ein Bild zu machen, der klicke hier.

Amazon, here we come – a 1600 km ferry ride.

Wann schreibt man einen neuen Blogeintrag? Ich denke spätestens nach dem fünften Drohbrief, dass der letzte Post vom 28. August ist. Nun ja,  jetzt ist der 20. Oktober und ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die Gute: Ich schreibe in dieser Sekunde und habe zusätzlich das Wrap Up für Nicaragua schon fast fertig! Die Schlechte ist, dass es auch nur eine kurze Notiz wird, da wir mal wieder auf dem Sprung sind…

Zu meiner Verteidigung: Ich hatte in den letzten 4 Wochen wirklich keine Zeit da mich dieses Mal nicht nur Mareile, sondern noch dieser Niäls und Ali G. mich abgehalten haben. Man kann es sich so vorstellen, dass ich täglich den Laptop aufgeklappt habe und unbedingt schreiben wollte, aber sie ihn mir andauernd zugeklappt haben… ich schwöre so wars! (Ali hat mir eh gestanden, dass er noch keinen einzigen Eintrag gelesen hat, also kann ich eh schreiben was ich will – Ali stinkt!)

Man kann natürlich auch schlussfolgern, dass wir eine wahnsinns Zeit hatten und wir die Tage mit den zwei Nasen nie vergessen werden. Daher waren die zwei Abschiede auch wirklich nicht ganz einfach wenn es dann wieder alleine bzw. natürlich zu zweit weiterging. Vor Allem weil wir jetzt keinen Knecht mehr haben der immer abspült und oben schläft, da er beim Schnicken immer verloren hat (ich nenne besser mal keine Namen Ali…). Trotzdem freuen sich unsere Körper auf eine Detox Zeit und es wird endlich wieder gesünder und vor allem wieder billiger! Außerdem ist Reiley und Mari Time mal wieder dringend nötig, da wir in 2 Wochen schon wieder die nächsten Gäste haben. Thodo und Anka (Mareiles Eltern, wer sie nicht kennt) wir freuen uns riesig auf euch! Aber über Kolumbien kommt dann bestimmt irgendwann noch ein Blogeintrag (nach Nicaragua, Panama…).

Heute möchte ich über unsere Ausreise von Kolumbien nach Brasilien berichten. Der Plan ist über den Amazonas 4 Tage von Leticia (ganz unten im Süden von Kolumbien) 1600km östlich nach Manaus (Brasilien) mit einer Fähre zu reisen. Der ganze Spaß kostet gerade Mal 45 Euro inklusive 3 Essen pro Tag. Geschlafen wird in Hängematten, die wir heute für 6 Euro das Stück auf einem Markt ergaunert haben. Wir werden wohl die einzigen Touris sein, da die Fähren hauptsächlich von Locals genutzt werden. Es gibt nämlich auch Speedboats, aber mal ehrlich, das wäre ja nur der halbe Spaß! Wir freuen uns auf jeden Fall auf dieses Adventure, welches eigentlich schon heute Nachmittag begonnen hat als wir unseren Reisepass ausstempeln lassen haben (Die Instastory dazu seht ihr bei den Highlights auf meinem Instagram Account, wenn es dieses miese Amazonas Wifi zulässt). Hier die Anleitung wie man in Leticia aus Kolumbien ausstempelt:

Zuerst läuft man zu der Migracion, die bei Maps.Me hinterlegt ist, wo man aber kein Gebäude bei der Markierung findet. Dann fragt man bei der Polizei nach, die einen in die komplett falsche Richtung schickt. Danach hakt man bei einem Local nach der einen über einen kleinen Ausläufer des Amazonas schickt bis man ein rundes weißes Ding auf einem Dach sieht.

Das klang schon mal etwas besser also sind wir über die zusammengenagelte Holzbrücke gewandert und die Suche ging weiter. Die Brücke scheint wirklich provisorisch zu sein, da in der Amazonas Regensaison das komplette Gebiet so überflutet, dass man sie danach wieder erneuern muss. Der Sumpf ist aber trotzdem noch da, also balancierten wir über Bretterwege bis hin zum richtigen MUY GRANDE Amazonas wo viele schwimmende Häuser stehen (bzw. natürlich schwimmen).

Ganz weit in der Ferne sahen wir dann auch das Haus mit einem weißen runden Ding darauf. Je näher wir kamen desto besser konnte man erkennen, dass das Haus ebenfalls schwimmt, es aber keinen Steg dorthin gab. Gerade als wir wieder umdrehen wollten, hörte man das Anspringen eines Motors. Tatsächlich machte sich ein freundlicher Zollmitarbeiter auf die 7m lange Fahrt mit seinem kleinen Boot und holte uns ab. Wir konnten ausstempeln! (Schaut auch die Bilder an, es war wirklich der Wahnsinn und ist mal wieder so schwer in Wortezu fassen).

Aber mit ausstempeln war die Sache natürlich nicht getan. Wir wollen ja morgen mit dem Boot nach Brasilien und dafür müssen wir auch schon dort eingestempelt haben (auch wenn wir heute Nacht nochmal in Kolumbien schlafen – psst bitte nicht weitererzählen). Um in Brasilien ‚einzuchecken’ mussten wir dann ca. für 3km ein Tuktuk Taxi bis zu deren Polizei nehmen. Muchas Gracias (auch wenn das dort keiner mehr versteht!). Der Tuktuk Fahrer hat uns dann noch zum ATM gebracht, damit wir auch noch brasilianische Reais abheben konnten und dann mussten wir ‚nur’ noch unsere Boottickets kaufen. Die wurden dann zuerst, wie immer, zum Gringo Preis angeboten aber nach mehrmaligen nachhaken und dummstellen haben wir sie dann doch zum normalen Preis bekommen. Zum Glück hatte es nur 100 Grad und 99,9% Luftfeuchtigkeit. Geklappt hat trotzdem alles! PÄM PÄM PÄM! Amazon, here we come! (Mal schauen ob mein Amazon Prime mir hier einen Premiumplatz verschafft – höhö)

Zurück im Hostel mit Klima lässt es sich jetzt ganz gut Schreiben. Aber jetzt müssen wir nochmal schnell los um die wichtigsten Dinge zu kaufen (Klopapier!) und unsere Handys, Kindles und Powerbanks aufladen. Die nächsten Tage gibt es keinen Strom und höchstwahrscheinlich nicht allzu viel zu tun. Aber mit meinem Schätzele verfliegt die Zeit ja wie im Nu, also ist das alles kein Problem (Hoffentlich liest sie es auch, dann gibt es ein paar Brownie Points!)

Drückt uns die Daumen, dass wir ein paar Amazonas Delfine sehen! Bis in 2 Jahren, wenn es einen neuen Blogeintrag gibt (falls wir nicht untergehen).

Ahoi Matrosen!